Information

Wael Mohya
- Name
- Wael Mohya
- Bewertung
- Geburtsdatum
- 31.12.2008 (17 Jahre)
- Größe
- 179 cm
- Geburtsort
- 🇩🇪 Mettmann
- Nationalität
- 🇩🇪 Deutschland 🇲🇦 Marokko
- Fuß
- Beidfüßig
- Position
- Mittelfeld
- Verein
- Borussia Mönchengladbach
- Marktwert
- 2,50 Mio. €
Scouting
Radarprofil
Stärken
- Technik
- Dribbling
- Beidfüßig
- Beweglichkeit
Schwächen
- Kopfball
- Langer Pass
- Flanken
Spielstil
Wael Mohya ist ein dynamischer Halbraum-Spielmacher, der mutig ins Eins-gegen-Eins geht und vielseitig einsetzbar ist. Im Mittelfeld kann er mit unterschiedlichsten Anweisungen nahezu jede Position ausfüllen. Im eigenen Ballbesitz bietet er sich konsequent als Anspielstation an und positioniert sich im Zwischenlinienraum. Mit Ball sucht er selbstbewusst das Dribbling und kann von dort aus als Creator fungieren. Gegen den Ball zeichnet er sich durch Spielintelligenz aus und überzeugt mit Athletik sowie gutem Stellungsspiel.Statistik
Statistik
| Saison | Wettbewerb | Spiele | Tore | Assists | Minuten |
|---|---|---|---|---|---|
| 25/26 | 🇩🇪 Bundesliga | 10 | 1 | 0 | 291 |
| 24/25 | 🇩🇪 U19 DFB-Nachwuchsliga – Vorrunde Gruppe A | 14 | 6 | 4 | 1252 |
Analyse
Wael Mohya kam am 31. Dezember 2008 im nordrhein-westfälischen Mettmann zur Welt. Seine ersten fußballerischen Schritte ging er zuerst beim SV Straelen, bevor er 2016 in die Akademie von Borussia Mönchengladbach wechselte. Der größte Erfolg im Juniorenbereich war der Gewinn der deutschen U17-Meisterschaft im Finale gegen RB Leipzig, bei dem er im entscheidenden Spiel ein Tor und eine Vorlage beisteuerte und somit zum Gesicht des Gladbacher Erfolgs wurde. Den U19-Bereich übersprang Mohya, da er nur vereinzelt in den U19-Ligen zum Einsatz kam und in der Saison 2025/26 zwischen der ersten und zweiten Mannschaft im Seniorenbereich pendelte. Sein Profidebüt für die Borussia durfte er im DFB-Pokal gegen den KSC feiern und wurde noch im Alter von 16 Jahren der jüngste Spieler der Vereinsgeschichte. Daraufhin erfolgten auch seine ersten Einsätze in der Bundesliga und markierte am 25. Spieltag beim Auswärtsspiel gegen den FC Bayern München seinen ersten Treffer in Deutschlands Oberhaus.
Seit der U16 läuft Mohya für die Juniorenmannschaften Deutschlands auf und durchläuft die Teams seit der U16. Er wäre aber ebenfalls spielberechtigt für den marrokkanischen Verband.
Der Mittelfeldakteur bringt ein vielseitiges Spielerprofil mit und ist am ehesten als dynamischer Halbraum-Spielmacher zu klassifizieren. In einer Freigeist-Rolle agiert er aktiv zwischen den gegnerischen Linien, um sich in den unterschiedlichsten Spielphasen einzubringen. Meist hält er sich im Spielfeldzentrum auf, um stets anspielbar zu sein. Weicht er nach außen aus, dann bevorzugt nach links, und im letzten Drittel driftet er gerne in den linken Halbraum. Mit Ball sprüht er dort vor Kreativität, ohne Ball rückt er in die letzte Linie und lauert auf Tiefenläufe. Gegen den Ball kann er in vorderster Pressinglinie anlaufen, aber auch genauso im Defensivverbund tiefer verteidigen.
Im Stärkenprofil des Gladbacher Eigengewächses ist die technische Komponente klar erkennbar. Seine Ballbehandlung ist grundsätzlich solide und dank seiner Beidfüßigkeit sehr variabel. Nach einem guten ersten Kontakt überzeugt er mit starken Dribblingfähigkeiten, löst Eins-gegen-Eins-Situationen und bewältigt Aktionen auf engem Raum. Dadurch bindet er Gegenspieler und öffnet Räume. Wenn er in tieferen Positionen in Ballbesitz kommt, kann er das Spiel auch vertikal zu gestalten – wegen seiner guten Dribblingfähigkeiten, starker Dynamik und ordentlicher Endgeschwindigkeit wird Progression im Spiel ermöglicht. Außerdem gelingt es ihm durch sein gutes Off-Ball-Spiel regelmäßig, sich in Abschlusspositionen zu bringen, was sich statistisch an seinem xG-Wert ablesen lässt. Allerdings muss er seine Effizienz noch steigern.
Als Passspieler zeigt er vielversprechende Ansätze und ist im Kombinationsspiel, insbesondere im Kurzpassspiel, sicher. Gleichzeitig besteht hier noch Entwicklungspotenzial. Über längere Distanzen hat sein Passspiel bislang wenig Output. Auf dem Flügel bevorzugt er eher das komplizierte Dribbling statt einer Flankenhereingabe.
Im Defensivverbund regelt er vieles über seine gute Spielintelligenz, da sein Stellungsspiel ausreicht, um Situationen zu verteidigen. Im Bodenzweikampf gewinnt er viele Duelle, und auch das Abfangen von Pässen ist Teil seines Spiels. Im Pressing kann er durch gutes Timing Balleroberungen erzielen und sich im richtigen Moment in die Situation bringen. Allerdings muss er sein Spiel in der Physis weiterentwickeln: Es ist wichtig, dass er sich körperlich an den Profifußball anpasst. Schon im Juniorenbereich hatte er Probleme im Durchsetzungsvermögen, die im Herrenbereich noch eklatanter sind.
Wael Mohya steht eine Zukunft im Profibereich bevor und beeindruckt, weil er den U19-Bereich übersprungen und sich direkt in die erste Mannschaft eines Bundesliga-Clubs integriert hat. Zudem kann er dem Spiel sofort neue Impulse geben – etwas, das eine Mannschaft wie Gladbach, die in der Saison 2025/26 zeitweise im Abstiegskampf steckte, benötigt, um sich einen qualitativen Vorteil zu verschaffen. Sein Spielerprofil ist das Ergebnis der DFB-Ausbildung, die diese Art von Spielmacher in den vergangenen Jahren in hoher quantitativer wie qualitativer Zahl hervorgebracht hat. Nach Florian Wirtz oder Francis Onyeka ist er der nächste potenzielle Halbraumspieler, der dieses Profil ausfüllt. Es gilt nun für Mohya sich dem Profifußball körperlich wie mental anzupassen – rein von den Anlagen könnte ihm eine starke Karriere bevorstehen.