Information

Rihito Yamamoto
- Name
- Rihito Yamamoto
- Bewertung
- Geburtsdatum
- 12.12.2001 (24 Jahre)
- Größe
- 181 cm
- Geburtsort
- 🇯🇵 Sagamihara, Kanagawa
- Nationalität
- 🇯🇵 Japan
- Fuß
- Links
- Position
- Mittelfeld
- Verein
- SC Freiburg
- Marktwert
- 5,00 Mio. €
Scouting
Radarprofil
Stärken
- Zweikampf
- Spielintelligenz
- Einsatzfreude
- Übersicht
- Beweglichkeit
Schwächen
- Kopfball
- Kraft
Spielstil
Rihito Yamamoto agiert als defensiver Mittelfeldspieler mit ausgeprägt offensiven Zügen und übernimmt in einem 4-2-3-1 bevorzugt den vorderen Part auf der Doppelsechs. Er überzeugt durch seine Passsicherheit, hohe Laufbereitschaft und einen extrem weiten Aktionsradius, der es ihm erlaubt, sowohl als Anker vor der Abwehr als auch als Box-to-Box-Spieler Akzente zu setzen. Für sein Alter verfügt er über eine bemerkenswerte taktische Reife, muss in Europa jedoch Konstanz und Defensivdetails noch weiterentwickeln.Statistik
Statistik
| Saison | Wettbewerb | Spiele | Tore | Assists | Minuten |
|---|---|---|---|---|---|
| 25/26 | 🇧🇪 Jupiler Pro League | 38 | 5 | 8 | 3291 |
| 24/25 | 🇧🇪 Jupiler Pro League | 21 | 0 | 1 | 1047 |
| 23/24 | 🇧🇪 Jupiler Pro League | 33 | 0 | 0 | 880 |
| 2023 | 🇯🇵 J1 League | 11 | 0 | 0 | 257 |
| 2022 | 🇯🇵 J1 League | 2 | 0 | 0 | 23 |
| 2022 | 🇯🇵 J2 League | 17 | 1 | 1 | 1305 |
| 2021 | 🇯🇵 J2 League | 30 | 1 | 0 | 1907 |
| 2020 | 🇯🇵 J2 League | 35 | 1 | 1 | 1577 |
| 2019 | 🇯🇵 J2 League | 22 | 0 | 2 | 1554 |
Analyse
Rihito Yamamoto, geboren am 12. Dezember 2001 in Sagamihara in der Präfektur Kanagawa, gehört zu den profiliertesten japanischen Mittelfeldspieler-Talenten seiner Generation. Seine fußballerische Ausbildung begann beim Tsukui Chuo FC, bevor er in die Akademie von Tokyo Verdy wechselte, einem Traditionsverein aus dem Hauptstadtgroßraum Tokio. Bereits mit 17 Jahren debütierte Yamamoto für die erste Mannschaft in der J2 League und absolvierte bis zum Sommer 2022 insgesamt 104 Ligaspiele für Verdy, in denen er als einer der auffälligsten Akteure des Teams galt. Im Sommer 2022 vollzog er den Schritt in die höchste japanische Spielklasse und schloss sich Gamba Osaka in der J1 League an. Dort entwickelte er sich weiter, kam aber aufgrund der höheren Konkurrenzdichte zunächst nur auf begrenzten Einsätzen. Im Sommer 2023 öffnete sich die Tür nach Europa: Sint-Truiden, der belgische Erstligist unter japanischer Eigentümerschaft, lieh ihn zunächst aus, ehe im Sommer 2024 die Festverpflichtung folgte. Nach zwei Jahren der Eingewöhnung brach Yamamoto in der Saison 2025/26 endgültig durch – der SC Freiburg reagierte umgehend und verpflichtete ihn im Mai 2026 für eine Ablöse von 8 Millionen Euro.
Mit 179 cm bewegt sich Yamamoto im durchschnittlichen Größenbereich für seine Position. Er verfügt über einen athletisch-sehnigen Körperbau und bringt eine Ausdauer mit, die für das intensive Pressing und das Box-to-Box-Spiel im modernen Mittelfeld unerlässlich ist. Physisch ist er kein Dominanztyp, der auf rohe Wucht setzt; seine Stärke liegt stattdessen im Timing, in der Antizipation und in einer Laufleistung, die es ihm erlaubt, in einem Spiel über 90 Minuten konstant Räume zu besetzen und Bälle abzufangen. Für den Bundesliga-Fußball wird er seine Physis im Zweikampf mit robusteren Gegenspielern noch härter unter Beweis stellen müssen.
Das Herzstück von Yamamotos Spielertyp ist die Kombination aus hoher Passsicherheit und intelligenter Raumkontrolle. In der Saison 2025/26 erzielte er in 38 Pflichtspielen für Sint-Truiden fünf Tore und bereitete sechs weitere vor – Werte, die für einen defensiven Mittelfeldspieler eindrucksvoll sind und seinen offensiven Einfluss unterstreichen. In Belgien übernahm er überwiegend den offensiveren Part auf der Doppelsechs im 4-2-3-1-System seines Trainers: Er ließ sich je nach Spielsituation zwischen die Linien fallen, suchte den vertikalen Pass in den Rücken der gegnerischen Mittelfeldlinie und brachte sich selbst durch Dribblings ins letzte Drittel ein. Sein linker Fuß ermöglicht dabei unorthodoxe Winkel im Passspiel, die Gegner schwer antizipieren können. Besonders aus der rechten Halbspur, wohin er als Linksfüßer naturgemäß zieht, entwickelt Yamamoto Gefahr durch Schüsse aus der zweiten Reihe und durch Verlagerungen auf den freien Flügel.
Taktisch ist Yamamoto kein klassischer Sechser, der ausschließlich absichert und verteilt. Vielmehr agiert er als Verbindungsglied zwischen Abwehr und Angriff, das sowohl tief zurückfällt um Bälle zu empfangen als auch durch schnelle Übergänge Tempo in die Vorwärtsbewegung bringt. Sein Spielstil erinnert, wie die Bundesliga selbst feststellte, an Angelo Stiller von VfB Stuttgart – ein Vergleich, der sowohl seine technische Klasse als auch seine taktische Vielseitigkeit würdigt. Beim SC Freiburg, der ebenfalls im 4-2-3-1 operiert, dürfte er ohne große systemische Anpassung eine Rolle als Box-to-Box-Spieler übernehmen können. Sein weiter Aktionsradius, der in Belgien zu einem seiner auffälligsten Merkmale zählte, kommt dem pressingintensiven, laufintensiven Freiburger Fußball unter Julian Schuster entgegen. International zeigte er seine Klasse auch bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris, wo er in vier Einsätzen für die U23-Nationalmannschaft zwei Tore erzielte.
Zu Yamamotos Entwicklungsfeldern zählt in erster Linie die Konstanz im defensiven Zweikampfverhalten. Im belgischen Fußball konnte er in der Saison 2025/26 durch seine Laufstärke und sein Pressing viele Bälle gewinnen; in der Bundesliga, wo die Spielzüge schneller und die Abstände enger werden, wird von ihm verlangt, Zweikämpfe konsequenter zu führen und dabei weniger Räume hinter sich zu öffnen. Freiburg-Sportdirektor Klemens Hartenbach formulierte es treffend: Der nächste Schritt sei, sich anzupassen und in Feinheiten weiterzuentwickeln. Auch die Konstanz über eine vollständige Saison auf Bundesliga-Niveau muss Yamamoto noch unter Beweis stellen – sein Durchbruch in Belgien ist gerade einmal eine Spielzeit jung.
Rihito Yamamoto überzeugt als moderner, zweikampf- und laufstarker Mittelfeldallrounder, der sowohl mit als auch gegen den Ball wesentliche Akzente setzen kann. Die Ablöse von 8 Millionen Euro spiegelt sein Potenzial wider, das er in der Saison 2025/26 erstmals auf europäischem Niveau eingelöst hat. Bleibt er so arbeitswillig und konsequent, wie es seine bisherige Karriere dokumentiert, könnte Yamamoto in den kommenden Jahren als einer der wertvollsten japanischen Mittelfeldspieler in der Bundesliga gelten – und damit seinen erklärten Traum, im Sommer 2030 bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein, mit echten Argumenten untermauern.