Mika Baur

Information

Mika Baur

Mika Baur

B
Top-5-Kaderspieler

Potenzial zu einem Kaderspieler bei einem Verein der besten europäischen Ligen (Frankfurt, Sevilla, Lazio)

Name
Mika Baur
Bewertung
3.0
Geburtsdatum
09.07.2004 (22 Jahre)
Größe
172 cm
Geburtsort
🇩🇪 Salem
Nationalität
🇩🇪 Deutschland
Fuß
Beidfüßig
Position
Mittelfeld
Verein
SC Paderborn 07
Marktwert
5,00 Mio. €

Scouting

Radarprofil

Pro 90

Stärken

  • Beidfüßig
  • Passen
  • Spielintelligenz
  • Antritt
  • Beweglichkeit

Schwächen

  • Abschluss
  • Zweikampf
  • Kraft

Spielstil

Mika Baur ist ein zentraler Mittelfeldspieler, der zwischen der Achter- und der Zehnerposition pendelt und sein Spiel auf Ballsicherheit, hohe Laufbereitschaft und saubere Vertikalpässe aufbaut. Beidfüßig und technisch versiert, überbrückt er Räume mit Diagonalbällen und schiebt nach Ballgewinn unmittelbar in die Offensive nach. Ein moderner, mannschaftsdienlicher Allrounder mit Aufbauqualitäten, dem für die nächste Stufe vor allem körperliche Robustheit und Konstanz über 90 Minuten fehlen.

Statistik

Statistik

SaisonWettbewerbSpieleToreAssistsMinuten
25/26🇩🇪 2. Bundesliga33462671
24/25🇩🇪 3. Liga1811710
24/25🇩🇪 2. Bundesliga600186
24/25🇩🇪 Regionalliga West220179
23/24🇩🇪 3. Liga30152483
22/23🇩🇪 3. Liga21331192
21/22🇩🇪 3. Liga1010494

Analyse

Hintergrund und Werdegang

Mika Joel Baur wurde am 9. Juli 2004 in Salem am Bodensee geboren. Er stammt aus einer sportlichen Familie: Sein Vater ist der ehemalige Handball-Weltmeister Markus Baur, mütterlicherseits hat Mika madagassische Wurzeln. Über die Jugendstationen FC Rot-Weiß Salem, FC Radolfzell und VfB Stuttgart gelangte er im Sommer 2018 in die Nachwuchsabteilung des SC Freiburg. Dort durchlief er die B- und A-Junioren-Bundesliga, ehe er ab Januar 2022 in der zweiten Mannschaft in der 3. Liga eingesetzt wurde. Bei seinem Debüt am 15. Januar 2022 gegen den 1. FC Magdeburg traf er und wurde damit zum jüngsten Debüttorschützen der Drittligageschichte. Im Sommer 2024 wechselte er zum Zweitligisten SC Paderborn 07. Nach sechs Zweitligaeinsätzen in der Hinrunde der Saison 24/25 folgte im Januar 2025 eine Leihe zu Dynamo Dresden in die 3. Liga, wo er in 18 Partien maßgeblich zum Aufstieg in die 2. Bundesliga beitrug. Zurück in Paderborn schaffte er in der Saison 25/26 den Durchbruch und stieg mit dem Verein über die Relegation gegen den VfL Wolfsburg in die Bundesliga auf. Am 27. März 2026 debütierte er für die deutsche U21-Nationalmannschaft.


Physisches Profil

Mit 172 Zentimetern Körpergröße und einem Gewicht von rund 62 Kilogramm zählt Baur zu den leichteren Mittelfeldspielern seiner Liga. Seine athletische Grundausstattung ist eher auf Beweglichkeit, Antritt und Wendigkeit ausgelegt als auf Wucht und Robustheit. In engen Räumen profitiert er von seinem tiefen Körperschwerpunkt und einer schnellen Drehung mit dem Ball, in körperbetonten Duellen gegen wuchtige Gegenspieler gerät er hingegen schneller in Bedrängnis. Seine hohe Laufleistung und die Fähigkeit, über 90 Minuten viele Wege zu gehen, kompensieren einen Teil dieses physischen Defizits. Für die Bundesliga bleibt die körperliche Entwicklung dennoch das zentrale Thema.

Technische und taktische Analyse

Baurs größte Stärke ist seine Technik. Er nimmt den Ball sauber an, verarbeitet ihn auf engstem Raum mit beiden Füßen und behält auch unter Druck die Übersicht. In der Ballzirkulation agiert er ruhig und lösungsorientiert: Er spielt klare Vertikal- und Diagonalpässe, überbrückt mit langen Bällen Räume und schaltet nach Ballgewinn schnell in die Vorwärtsbewegung um. Diese Mischung macht ihn zu einem modernen Achter, der die Funktionen eines abräumenden Sechsers mit offensiven Impulsen verbindet. In der Saison 25/26 verzeichnete er in 33 Ligaspielen der 2. Bundesliga vier Tore und fünf Vorlagen. Taktisch ist Baur vielseitig einsetzbar: Er kann die Doppelsechs ebenso besetzen wie eine etwas höhere Achterrolle und wurde phasenweise auch über den linken Halbraum bis auf die Außenbahn eingebunden. Lange Bälle und Distanzschüsse aus der zweiten Reihe gehören zu seinem Repertoire und sorgen für offensive Gefahr, auch wenn die Trefferquote daraus noch ausbaufähig ist. In ballbesitzorientierten Systemen mit klarer Aufbaustruktur kommen seine Qualitäten am besten zur Geltung, da er als Anspielstation und Taktgeber zwischen den Linien funktioniert.


Schwächen und Entwicklungsfelder

Das deutlichste Entwicklungsfeld bleibt die Physis. Gegen körperlich überlegene Gegenspieler verliert Baur Zweikämpfe, die ein robusterer Sechser für sich entscheiden würde – ein Aspekt, der in der Bundesliga stärker ins Gewicht fällt als in der 2. Bundesliga. Hinzu kommt die Effizienz aus der Distanz: Viele seiner Abschlüsse aus der zweiten Reihe verfehlen das Ziel oder werden geblockt. Auch die Konstanz über die volle Spieldauer ist noch nicht durchgängig gegeben. In intensiven Partien oder bei Rückständen lässt seine Präsenz phasenweise nach.

Gesamturteil

Mika Baur ist ein technisch starker, beidfüßiger und vielseitiger Mittelfeldspieler, der mit dem Aufstieg in die Bundesliga und dem U21-Debüt einen wichtigen Karriereschritt vollzogen hat. Sein Profil als ballsicherer, laufstarker Allrounder verspricht eine realistische Perspektive als Bundesliga-Stammkraft, weshalb mehrere Erstligisten Interesse signalisiert haben.

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