Information

Martin Adeline
- Name
- Martin Adeline
- Bewertung
- Geburtsdatum
- 02.12.2003 (22 Jahre)
- Größe
- 180 cm
- Geburtsort
- 🇫🇷 Épernay
- Nationalität
- 🇫🇷 Frankreich
- Fuß
- Rechts
- Position
- Mittelfeld
- Verein
- ESTAC Troyes
- Marktwert
- 10,00 Mio. €
Scouting
Radarprofil
Stärken
- Abschluss
- Entscheidungen
- Übersicht
- Beweglichkeit
- Ausdauer
Schwächen
- Kopfball
- Langer Pass
- Flanken
- Kraft
Spielstil
Martin Adeline ist ein frei agierender Spielmacher mit feiner Technik, hoher Beweglichkeit und Gespür für den letzten Pass. Zwar hält er sich relativ frei in vielen Räumen des Spiels auf, entfaltet im letzten Drittel aber erst seine eigentliche Stärke. Mit einer starken Übersicht sowie technischen und spielintelligenten Aktionen schafft er es spielentscheidende Momente zu kreieren. Sein präferierter Raum ist die linke Halbspur, in denen er entweder selbst per Pass gesucht wird oder wegen seiner überdurchschnittlichen Athletik Tiefe gibt. Dank dieser ist er ebenfalls trotz Defizite im physischen Bereich in der Lage defensiven Einfluss auf das Spiel zu haben.Rolle
Spielmacher
Kompetenzen
Wendigkeit und Antritt auf engem Raum, weniger reine Topspeed-Werte.
Pressing, Gegenpressing und das Zustellen von Passwegen nach Ballverlust.
Anbieten zwischen den Linien, Freilaufen und Erkennen von Lücken.
Andribbeln aus dem Zwischenlinienraum und Pressresistenz unter Gegnerdruck.
Der letzte Pass, kreative Ideen und das Auflegen klarer Torchancen.
Eigene Torgefahr durch Nachrücken in den Strafraum und Distanzschüsse.
Statistik
Statistik
| Saison | Wettbewerb | Spiele | Tore | Assists | Minuten |
|---|---|---|---|---|---|
| 25/26 | 🇫🇷 Ligue 2 | 32 | 10 | 11 | 2441 |
| 24/25 | 🇫🇷 Ligue 2 | 23 | 1 | 2 | 1029 |
| 24/25 | 🇫🇷 Ligue 1 | 1 | 0 | 0 | 25 |
| 23/24 | 🇫🇷 Ligue 2 | 22 | 2 | 3 | 1602 |
| 22/23 | 🇫🇷 Championnat National 2 – Groupe B | 7 | 0 | 1 | 630 |
| 22/23 | 🇫🇷 Ligue 2 | 7 | 0 | 0 | 385 |
| 22/23 | 🇫🇷 Ligue 1 | 5 | 0 | 0 | 102 |
| 21/22 | 🇫🇷 Championnat National 2 – Groupe B | 14 | 1 | 1 | 1028 |
| 21/22 | 🇫🇷 Ligue 1 | 8 | 0 | 0 | 347 |
Analyse
Hintergrund und Karriere
Martin Adeline, geboren am 1. Dezember 2003 im nordostfranzösischen Épernay, zog im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie nach Südfrankreich und begann seine Fußballkarriere beim AF Rodez. Nach drei Jahren beim heutigen Profiverein kehrte er in seine Geburtsstadt zurück und spielte für den dort ansässigen RC Épernay Champagne. Für den Schritt ins Nachwuchsleistungszentrum entschied er sich letztlich für das absolute Nonplusultra in Frankreich und schloss sich Paris Saint-Germain an, ehe er seinen letzten Transfer im Jugendbereich zu Stade Reims vollzog. Eben dort sollte er auch seine ersten Spielminuten im Erwachsenenfußball gehen und im Alter von 18 Jahren seine ersten Minuten in der Ligue 1 und im Coupe de France. Noch sollte sein endgültiger Durchbruch jedoch nicht erfolgen, weshalb Stade Reims ihm über zwei Leihen – einmal zu seinem ersten Verein den AF Rodez und dann beim FC Annecy – Spielzeit garantieren wollte.
In der Sommertransferphase 2024 beschloss er das Kapitel Reims zu schließen und wurde beim ES Troyes AC, der Teil der Multi-Club-Ownership City Football Group ist, vorgestellt. Bei der ambitionierten Ligue 2-Mannschaft benötigte er noch ein Jahr Anpassungszeit, ehe er 2025/26 stark am Aufstieg Troyes beteiligt war und eine großartige Saison mit jeweils zehn Treffern und Toren spielte. Des Weiteren trug er bereits das Trikot der französischen Juniorenmannschaften in der U19- bzw. U20-Nationalmannschaft und nahm auch an der U19-Europameisterschaft 2022 teil, verlor das Halbfinale jedoch gegen die israelische Auswahl.
Physisches Profil
Martin Adeline bringt eine Größe von 1,80m mit und rund 63 kg auf die Waage. Auf dem Platz wirkt er jedoch relativ durchschnittlich in der Physis. Grundsätzlich ist er ohnehin ein Spieler, der nicht zu oft in die direkten Duelle geht, sondern eher über Dynamik versucht den Gegner zu schlagen und nicht etwa diesen zu überwältigen. In seiner Breakout-Saison in Troyes beeindruckt er hingegen durch beachtsame Athletikdaten: Durch viele Sprints, einem überdurchschnittlichen Speed und einem ausdauernden Spielstil drückt er auch durch Laufleistung dem Spiel seinen Stempel auf.
Wegen seines Tempos ist er in der Lage die Tiefe zu belaufen, aufgrund seiner starken Ausdauer gelingt es ihm auch gegen den Ball trotz physischer Defizite Ballgewinne zu erzielen. Es sollte allerdings benannt werden, dass er neben technischen Defiziten und seinen körperlichen Maßen schwach im Luftduell ist.
Technische und taktische Analyse
Adeline ist zentral erst einmal ein freier Spielmacher, der in der eigenen Ballbesitzphase auftrumpft. Auffällig ist in seinen Positionierungen, dass der junge Franzose sich in den unterschiedlichsten Räumen aufhält und wird sogar in tieferen Positionen präsent wird. Seine beste Rolle ist jedoch die des Halbraumspielers, wobei er die linke Halbspur präferiert. Im Angriffsspiel beteiligt er sich jedoch auch im Zentrum und kombiniert auf engem Raum, um das Pressing des Gegners zu manipulieren.
Das Spiel des offensiv geprägten Mittelfeldspielers ist klar charakterisiert von seiner Kreativität. Zwar ist er nicht der allerbeste Passspieler und kann in diesem Bereich noch besser werden, aber in entscheidenden Momenten trifft er oft die richtige Entscheidung und spielt einen sauberen Pass. Statistisch sticht dort besonders die herausragende Passquote im letzten Drittel heraus: In seinem Spiel gibt es häufig Situationen, in denen er als Zielspieler zwischen den Linien gesucht wird und mit ein bis zwei Kontakten Lösungen im letzten Drittel findet, um damit die gegnerische Abwehr zu bespielen. Durch Manipulation und Präsenz zieht er gegnerische Verteidiger leicht mit einem Kontakt raus und besitzt dann die Übersicht einen Pass mit dem zweiten Kontakt durch die Schnittstelle zu spielen, wobei ihm seine Dynamik auf engem Raum zu Gute kommt. Hinzu kommt, dass sein Timing in vielen Momenten ideal ist und er dadurch einen ausgeprägten Instinkt erkennen lässt.


Diese Szene steht exemplarisch für Adelines angesprochene Stärke für den entscheidenden Pass: Er erhält im Zentrum den Pass und dreht mit einem Kontakt nach hinten auf und hat vorher schon das Auge für den tief startenden Mitspieler, dem er mit einem zweiten Kontakt das 2:1 gegen Red Star FC in der Ligue 2-Saison 2025/26 auflegt. (Ligue 2 BKT)
Diese Dynamik lässt auch immer wieder zu, dass er in der Lage ist mit dem Ball am Fuß anzudribbeln. Mit ordentlicher Geschwindigkeit bleibt er am Ball und erzielt Raumgewinn. In seinem Abschluss entwickelte sich Adeline in der Saison 2025/26 stark weiter: Er neigt zu Schüssen aus der Kurz- und Halbdistanz und überzeugt mit äußerst starken Effizienzstatistiken im Expected-Goals-Bereich.
Auch, dass er grundlegende Fundamentalitäten durch Laufleistung gegen den Ball zeigt, spricht für sein Profil als wichtige Stütze in einer Startelf. Er läuft an und bleibt stets aktiv in der Situation, um Druck auszuüben. In Spielmomenten, in denen der Gegner defizitär agiert, sticht er hervor und zielt über Abfangen auf Balleroberungen ab.
Schwächen und Entwicklungsfelder
Trotz all der vielversprechenden Stärken des ehemaligen französischen Juniorennationalspielers gibt es auch Bereiche, in denen er sich in Zukunft noch verbessern sollte. In manchen Momenten, in denen seine eigentlich so ausgeprägte Technik gefragt ist, agiert er noch zu unsauber. Da er sich oft gut positioniert und den Gegner dadurch fernhält, wurden diese Fehler noch nicht oft bestraft. Jedoch gibt es Ligen, die einen höheren Gegnerdruck als die Ligue 2 mit sich bringen, weshalb er diese Fehler möglichst aus seinem Spiel bekommen sollte.
Außerdem ist zwar wie bereits erwähnt seine Positionierung in tiefen Positionen auffällig. Jedoch muss er seine Passing-Range erhöhen, um durch diese Eigenschaft mehr Einfluss in tiefen Spielsituationen zu haben. Seine progressiven Pässe sind noch zu selten eine Waffe, womit er eigentlich eher der Experte für Pässe im letzten Drittel wird.
Gesamturteil
Martin Adeline hat im Scouting-Prozess bewiesen, dass ihm der Sprung aus der zweiten französischen Liga in eine Top-Liga zuzutrauen ist. Als Halbraum-Spielmacher im letzten Drittel wird er sich zwar an höheren Gegnerdruck akklimatisieren müssen, was ihm aber gelingen sollte. Seine Offensivdaten sprechen ihm zu, dass er als entscheidender Akteur Spiele entscheiden kann und am Ende der Saison auch auf einen guten Scorer-Output kommen kann, der seiner Mannschaft zum Erreichen der Ziele verhilft. Dass diese Daten durch den Eyetest untermauert wurden, lässt zu, dass ihm eine Schlüsselspielerrolle in einer Liga wie der Bundesliga prognostiziert wird. Im Sommer 2026 wird ihm darüber hinaus ein Wechsel in Deutschlands Oberhaus nachgesagt, wobei er vor allem bei Mannschaften aus dem gesicherten Mittelfeld gejagt wird.