Information

Lucas Bergvall
- Name
- Lucas Bergvall
- Bewertung
- Geburtsdatum
- 02.02.2006 (20 Jahre)
- Größe
- 187 cm
- Geburtsort
- 🇸🇪 Stockholm
- Nationalität
- 🇸🇪 Schweden
- Fuß
- Rechts
- Position
- Mittelfeld
- Verein
- Tottenham Hotspur
- Marktwert
- 35,00 Mio. €
Scouting
Radarprofil
Stärken
- Technik
- Dribbling
- Ballannahme
- Kurzer Pass
- Ruhe
Schwächen
- Abschluss
- Stellungsspiel
Spielstil
Lucas Bergvall ist ein progressiver Box-to-Box-Spielmacher, der ein zentrales Mittelfeld mit Ballkontrolle, Übersicht und einer ausgeprägten Bereitschaft zum Vertikalspiel prägt. Charakteristisch ist die Kombination aus ruhiger Ballbehauptung unter Druck und der Fähigkeit, mit Carries und Linienpässen aus der Tiefe Tempo aufzunehmen. Er ist außergewöhnlich abgeklärt am Ball, ohne dabei seine offensive Wucht zu verlieren. Ein moderner Achter, der Aufbau und Kreativität in sich vereint.Rolle
Spielmacher
Kompetenzen
Laufpensum und Dynamik zum Überbrücken großer vertikaler Distanzen.
Zweikampfarbeit und Balleroberung im Mittelfeldpressing.
Anbieten in Räumen, Tiefenstaffelung und Unterstützung in beide Richtungen.
Progression mit Pass oder Dribbling, das Andicken des Ballbesitzspiels.
Vorbereitende Pässe und das Öffnen von Räumen im letzten Drittel.
Ankommen im Strafraum und Torgefahr aus der zweiten Reihe.
Statistik
Statistik
| Saison | Wettbewerb | Spiele | Tore | Assists | Minuten |
|---|---|---|---|---|---|
| 25/26 | 🇬🇧 Premier League | 23 | 1 | 3 | 967 |
| 24/25 | 🇬🇧 Premier League | 27 | 0 | 1 | 1205 |
| 2024 | 🇸🇪 Allsvenskan | 12 | 3 | 1 | 928 |
| 2023 | 🇸🇪 Allsvenskan | 25 | 2 | 1 | 976 |
| 2022 | 🇸🇪 Superettan | 11 | 1 | 1 | 441 |
Analyse
Hintergrund und Karriere
Lucas Erik Holger Bergvall wurde am 2. Februar 2006 in Stockholm in eine fußballbegeisterte Familie hineingeboren. Sein älterer Bruder Theo ist ebenfalls Profi, sein jüngerer Bruder Rasmus spielt im Nachwuchs. Ausgebildet wurde Bergvall bei IF Brommapojkarna, einer der größten Talentschmieden Skandinaviens. Sein Profidebüt gab er als 16-Jähriger am 9. Juli 2022 in der zweitklassigen Superettan, am 4. Oktober 2022 fiel gegen Öster sein erstes Tor, am Saisonende stand der Aufstieg. Im Dezember 2022 schloss er sich Djurgården an, wo bereits sein Bruder Theo spielte. In der Allsvenskan-Saison 2023 etablierte er sich mit 25 Einsätzen als Stammspieler und führte den Klub auf Rang vier, im selben Jahr nahm ihn der Guardian in seine Liste der besten 2006er-Talente weltweit auf. Sein Länderspieldebüt für Schweden folgte am 12. Januar 2024 gegen Estland. Tottenham Hotspur sicherte sich den Transfer früh, der Wechsel wurde im Februar 2024 fixiert und im Juli 2024 für eine Ablöse von rund 20 Millionen Euro vollzogen, ein Vereinsrekord für Djurgården, wobei Bergvall dem werbenden FC Barcelona eine Absage erteilte. Im Sommer 2026 hinterlegte er bei Tottenham seinen Wechselwunsch, nachdem seine Einsatzzeit unter dem neuen Trainer Roberto De Zerbi gesunken war. Zahlreiche Topklubs, darunter der FC Bayern München, Nottingham Forest, Aston Villa und der FC Chelsea, beschäftigten sich daraufhin mit dem Schweden.
Physisches Profil
Mit 187 cm bringt Bergvall einen großen, zunehmend kräftigen Rahmen für einen zentralen Mittelfeldspieler mit. Seine Physis ist für sein Alter bereits belastbar, ohne dass er den Körper als reines Wuchtinstrument einsetzt. Auffällig ist die Kombination aus Größe und Antritt. Diese Mischung erlaubt ihm, im Gegenpressing Wege zu gehen, Bälle hoch abzuräumen und nach Balleroberung sofort Raum zu überbrücken.
Technische und taktische Analyse
Im Kern definiert sich Bergvalls Spiel über Ballkontrolle und Übersicht. Er nimmt Bälle auch unter Druck sauber an, behauptet sie mit dem Körper und verliert sie selten unnötig, was ihm erlaubt, das Tempo einer Partie zu steuern. Aus dieser Ruhe heraus entsteht sein größter Hebel: das Vertikalspiel. Bergvall erkennt Laufwege früh, oft bevor er den Ball selbst hat, und bedient Mitspieler mit präzise dosierten Pässen, vom schnellen Kombinationsspiel im engen Raum bis zum Seitenwechsel über das Feld. Hinzu kommt eine sehr gute Fähigkeit für Carries, mit dem er Mittelfeldlinien im Dribbling überbrückt und Überzahl im letzten Drittel herstellt.
Lucas Bergvall verfügt für einen Achter über ein klar nach vorn gerichtetes Profil, getragen von Spielintelligenz und gutem Off-Ball-Verhalten: Er findet Lücken im Halbraum, stößt in die Box nach und löst Situationen mit ruhigen Entscheidungen. Bemerkenswert ist, wie wenig diese Reife mit seiner offensiven Risikobereitschaft kollidiert. Bergvall traut sich den Pass durch die Schnittstelle auch dann, wenn der sichere Querball naheläge.
Taktisch ist er vielseitig einsetzbar. Er kann als tiefer Aufbauspieler agieren, seine natürliche Heimat ist jedoch die Rolle des progressiven Achters in einem ballbesitzorientierten System, etwa im 4-3-3 oder 4-2-3-1, in dem er zwischen Aufbau und Strafraumbesetzung pendelt. In Tottenhams Europa-League-Triumph 2024/25 war er bis zu seiner Verletzung eine feste Größe, mit Einsätzen in allen zwölf bestrittenen Wettbewerbsspielen, davon zehn von Beginn an. Gleichzeitig zeigt seine zurückgegangene Rolle in der Saison 2025/26, dass seine Stärken in einem von Erfahrung und defensiver Absicherung geprägten Mittelfeldgefüge nicht automatisch garantierte Spielzeit bedeuten.
Schwächen und Entwicklungsfelder
Trotz seiner hohen Schussfrequenz bleibt der Ertrag vor dem Tor überschaubar: Sein Abschluss ist sauber getroffen, in der reinen Torausbeute aber noch nicht effizient, was die niedrige Trefferzahl in der Premier League spiegelt. Defensiv liegt das größte Entwicklungsfeld weniger im direkten Zweikampf als im Stellungsspiel. In den strukturierten Mittelfeldräumen der Premier League ist seine Positionierung gegen den Ball noch nicht durchgängig auf dem Niveau eines etablierten Sechsers oder Doppelsechs-Partners. Dazu kommt eine altersgemäße Schwankung in der Intensität über volle 90 Minuten.
Gesamturteil
Lucas Bergvall ist ein technisch beschlagener, progressiver zentraler Mittelfeldspieler mit klarer Ausrichtung auf Ballbesitz und Vertikalspiel. Als schwedischer A-Nationalspieler und Europa-League-Sieger steht er für einen seltenen Reifegrad in jungen Jahren, getragen von Übersicht, Ballkontrolle und mutigem Spiel nach vorn. Sein Profil ist das eines Verbindungsspielers, der Aufbau und Kreativität vereint und dessen Einfluss über die Qualität seiner Ballaktionen entsteht, nicht über defensive Dominanz.