David Herold

Information

David Herold

David Herold

C+
Top-9-Schlüsselspieler

Potenzial zu einem Schlüsselspieler bei einem Verein der mittleren europäischen Ligen (Twente, Braga, Genk)

Name
David Herold
Bewertung
2.5
Geburtsdatum
20.02.2003 (23 Jahre)
Größe
185 cm
Geburtsort
🇩🇪 Mindelheim
Nationalität
🇩🇪 Deutschland
Fuß
Links
Position
Abwehr
Verein
Borussia Mönchengladbach
Marktwert
4,00 Mio. €

Scouting

Radarprofil

Pro 90

Stärken

  • Flanken
  • Einsatzfreude
  • Ausdauer

Schwächen

  • Abschluss
  • Übersicht

Spielstil

David Herold agiert als offensiv ausgerichteter Linksverteidiger, der die gesamte linke Außenbahn bespielt und seinen Fokus auf das letzte Drittel legt. Mit seinem Antrieb, seinen Dribblings und einer ausgeprägten Flankenbereitschaft kreiert er Chancen von der linken Seite.

Rolle

Offensiver Außenverteidiger

Statistik

Statistik

SaisonWettbewerbSpieleToreAssistsMinuten
25/26🇩🇪 2. Bundesliga33072854
24/25🇩🇪 2. Bundesliga33022037
23/24🇩🇪 2. Bundesliga23111077
22/23🇩🇪 Regionalliga Bayern18041260
22/23🇦🇹 Bundesliga15001211
21/22🇩🇪 Regionalliga Bayern1313648

Analyse

David Herold, geboren am 20. Februar 2003 in Mindelheim, gehört zu den konstantesten Linksverteidigern der jüngsten Zweitliga-Geschichte und wechselt zur Saison 2026/27 für rund 3,5 Millionen Euro von Karlsruher SC zu Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga. Der aus dem Allgäu stammende Defensivspieler wurde fußballerisch in einem der angesehensten Nachwuchsleistungszentren Deutschlands geformt: Nach frühen Stationen beim JFG Region Krumbach und beim FC Memmingen wechselte Herold im Jahr 2016 ins Bayern-Internat und verbrachte dort gut fünf prägende Jahre in der Akademie. Im Nachwuchs der Münchner rückte er sukzessive durch die Altersklassen und schaffte im Spieljahr 2021/22 den Schritt in die Bayern-Reserve, die in der Regionalliga Bayern antrat. Im Februar 2023 folgte eine erste Bewährungsprobe auf Profiniveau: Auf Leihbasis wechselte Herold zum österreichischen Erstligisten SCR Altach, wo er in 15 Einsätzen erste Spielpraxis im Seniorenbereich sammelte und professionelle Wettkampfhärte kennenlernte. Im Sommer 2023 entschied sich der FC Bayern, ihn mit einer Kaufoption an den Karlsruher SC in die 2. Bundesliga zu verleihen.

Mit 185 cm Körpergröße und einem athletischen Körperbau bringt Herold gute physische Voraussetzungen für die Position des modernen Linksverteidigers mit. Er verfügt über eine ordentliche Endgeschwindigkeit (Topwert in der Saison 25/26 bei 33,57 km/h) und kann die gesamte linke Außenbahn über 90 Minuten hinweg mit konstant hohem Tempo bespielen. In der Saison 25/26 legte er mit dem Ball am Fuß und ohne 379,5 km Gesamtlaufdistanz zurück und absolvierte 2.299 intensive Läufe sowie 625 Sprints – Werte, die ihn ligaweit unter den laufstärksten Außenverteidigern positionieren. Diese Ausdauer kompensiert teils seine defensiv noch ausbaufähige Positionierung.

Die taktisch-technische Analyse zeigt ein klar definiertes Profil. Herold überzeugt als ballführender Linksverteidiger, dessen Stärken im Eins-gegen-Eins und in der Chancenvorbereitung liegen. In der Saison 25/26 führte er beim Karlsruher SC mit 1,4 erfolgreichen Dribblings pro Spiel die vereinsinterne Rangliste an – ein Wert, der ihn sogar deutlich vor allen Mittelfeld- und Angriffsspielern des KSC platzierte. Gleichzeitig erreicht er 1,2 Key Passes pro Spiel (Platz 2 im KSC-Kader, natürlich hinter Marvin Wanitzek) und legte über die gesamte Saison 108 Flanken auf. Die sieben Vorlagen der Saison 25/26 unterstreichen diesen offensiven Beitrag: Kein anderer Linksverteidiger der 2. Bundesliga produzierte mehr direkte Assists. Seine 32 herausgespielten Chancen in der Spielzeit 25/26 belegen, dass er regelmäßig in Situationen kommt, die Gefahr erzeugen. Taktisch ist Herold am effektivsten, wenn er in einer Viererkette weit nach vorne schieben kann und hinter ihm ein defensiv-orientierter Mittelfeldspieler die Absicherung übernimmt. Systeme, in denen der Linksverteidiger als offensiver Flügelläufer eingesetzt wird – wie es Borussia Mönchengladbach für die Saison 26/27 plant –, spielen ihm direkt in die Karten.

Eine bemerkenswerte Eigenschaft Herolds über seine drei Saisons beim KSC ist jedoch seine schier unerschütterliche Konstanz: In den Spielzeiten 24/25 und 25/26 verpasste er zusammen lediglich zwei Ligaspiele – eines davon aufgrund einer Gelbsperre. Diese Belastbarkeit und Verfügbarkeit machen ihn für Trainer besonders wertvoll, zumal Außenverteidiger in modernen Pressing-Systemen eine enorme Laufarbeit leisten müssen. In insgesamt 95 Pflichtspielen für den KSC erzielte er zwei Tore und bereitete elf Treffer direkt vor.

Klar benannte Schwächen liegen im defensiven Bereich. Herolds Antizipation bei gegnerischen Konterangriffen sowie seine Stellungsarbeit ohne Ball entsprechen noch nicht dem Standard eines etablierten Bundesligaspielers. In der 2. Bundesliga konnte er diese Defizite durch sein Laufvolumen und seine Aggressivität im Zweikampf (397 gewonnene Zweikämpfe in 25/26) oft kaschieren, doch gegen schnellere und technisch versiertere Außenstürmer auf Bundesliganiveau wird dieser Aspekt unter größerem Druck stehen. Hinzu kommt eine bislang limitierte Torgefahr: In zwei vollen Ligasaisons beim KSC gelang ihm kein einziger Treffer, obwohl er regelmäßig in aussichtsreiche Positionen vorrückt. Für einen offensiven Linksverteidiger wäre ein höherer Toranteil wünschenswert. Beide Entwicklungsfelder sind altersgemäß und für einen Außenverteidiger mit klar offensivem Profil keineswegs alarmierend, müssen auf Bundesliganiveau aber konsequent adressiert werden.

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